Musikgarten

Musikgarten im Handharmonika Club Kirchhofen

 

„ Muss es denn immer noch früher losgehen? Demnächst wird es wohl auch noch pränatale Musikkurse geben, um kleine Genies heranzuzüchten.“ Solche und ähnliche Kommentare können einem begegnen, wenn vom Unterricht für die Jüngsten im Handharmonika Club Kirchhofen die Rede ist. Gemeint ist der Musikgarten, der bereits seit März 2000 von der Musikpädagogin Andrana Domke in Ehrenkirchen angeboten wird. Dem Hauptziel des Musikgarten-Programms, nämlich Musik wieder zum täglichen Bestandteil des Lebens in Familien mit Kleinkindern zu machen, liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass Musik eine Urerfahrung und ein elementares Ausdrucksmittel jedes Menschen ist. Darum kann man die oben gestellte Frage nach dem Alter der Kinder mit einem klaren „Ja“ beantworten: je früher an das musikalische Potenzial des Kindes appelliert wird, desto besser.

 

Mit einem großen Repertoire an Liedern, Kniereitern, Fingerspielen, Versen und einfachen Tänzen übernahmen früher Eltern und Großeltern selber die musikalische Förderung der Kinder. Dieses Repertoire war in dem Maße allgemein bekannt, wie selbst gemachte Musik überhaupt im Alltag der Menschen eine weitaus größere Rolle spielte als heute. Der Musikgarten hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses musikalische Allgemeingut wieder zu verbreiten. Die Kinder kommen im Alter von 18 Monaten mit ihren Müttern, Vätern oder einer anderen Bezugsperson in den Musikgarten, wobei die Großen am Singen, Musikmachen und Tanzen mit ihren Kindern sicher genauso viel Spaß haben wie die Kleinen. Die Beziehung zwischen Kindern und Eltern ist dabei von großer Bedeutung, denn die Kinder lernen vor allem durch Nachahmung dessen, was die Erwachsenen tun. Viel Wiederholung, vor allem auch zu Hause, entspricht dem Bedürfnis der Kinder in diesem Alter. Aber auch der natürlichen Neugier wird Rechnung getragen durch immer wieder neuen Stoff, ersten Kontakt mit einfachen Instrumenten, dem Instrument des Lehrers, Hörbeispielen und Musik von Tonträgern und nicht zuletzt durch das gemeinsame Tun in einer Gruppe. Neben Singen, sprechen, tanzen und erstem Instrumentalspiel gehören auch Hör- und Rhythmusübungen sowie Übungen zur Fein- und Grobmotorik, zur Begriffsbildung, zur Körperwahrnehmung, zur Raumorientierung wie auch soziale Übungen zum Unterrichtskonzept.

 

Da die Kinder in diesem Alter mit allen Sinnen aufnehmen und mit dem ganzen Körper lernen, sind die Erfolge sehr groß: vieles lässt sich auch leichter lernen als später. Musikalische Genies zu züchten, war und ist nicht Ziel des Musikgartens, wohl aber, möglichst vielen Kindern (und Eltern) im entwicklungspsychologisch günstigen frühen Lebensalter einen ersten Zugang zur Musik zu eröffnen.

 

 

Wer den Musikgarten kennenlernen möchte, wird herzlich zu einer Schnupperstunde eingeladen. 

 

-  Neu ab Oktober:

Musikgarten 1 mit einem Elternteil für Kinder ab 18 Monaten

Dienstag 16:00 Uhr im Kinderhaus St. Fridolin

 

-  Neu ab November:

Musikgarten 2 zu Beginn mit einem Elternteil für Kinder ab ca. 2 1/4 Jahren 

Mittwoch 16:00 Uhr im Kinderhaus St. Fridolin

 

Bei Interesse oder Fragen wenden Sie sich bitte an Andrana Domke Tel. 07633 / 807 808  oder per Mail über das Kontaktformular (unter Verein)!